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Hessen führt Pflichtuntersuchung ein - BZgA-Aktion läuft weiter „Ich geh zur U! Und Du?“ kommt ohne drohenden Zeigefinger aus  Interview am 18. August 2008. Tatjana Flerus-Vickus, Leiterin des Evangelischen Kindergartens Am Zauberwald in Lorch-Ranselberg, einem kleinen Ort im hessischen Rheingau, über ihre Arbeit in einem kleinen ländlichen Netzwerk.

BZgA: Wie haben Sie von der Aktion erfahren?
Flerus-Vickus: Ich stöbere schon mal im Internet und suche nach aktuellen Broschüren oder ähnlichem für unsere Arbeit im Kindergarten. Dort bin ich zufällig auf die Website der BZgA-Aktion „Ich geh zur U! Und Du?“ gestoßen und gleich dabei geblieben. Ich finde die Seite ansprechend und informativ.

BZgA: Was hat Sie dazu bewogen, mitzumachen?
Flerus-Vickus: Zwei Gründe fallen mir ein: In unserer Arbeit sind die gelben Hefte sehr wichtig. Bei der Entwicklungseinschätzung der Kinder geben sie uns wertvolle Hinweise, vor allem, wenn ein Kind Auffälligkeiten zeigt. Auch bei Elterngesprächen weisen wir immer wieder auf die Hefte hin und ermuntern die Mütter und Väter, Früherkennungsuntersuchungen mit ihren Kindern wahrzunehmen. Zweitens eignet sich die Aktion mit den guten Materialien und den T-Shirts hervorragend für die Öffentlichkeitsarbeit. Sowohl Eltern, als auch Kinder und Journalisten konnten wir gut erreichen.

BZgA: Wie haben Sie die Kindergärten in Ihrer Region motiviert?
Flerus-Vickus: Ganz einfach ­ ich habe sie angerufen und von der Aktion berichtet. Die vier Einrichtungen waren begeistert und bei einem Regionaltreffen stand schnell fest: Da machen wir mit! Als dann unsere Bewerbung erfolgreich war, haben wir uns sehr gefreut. Das Gesundheitsamt und eine Gemeinschaftspraxis von Kinderärzten unterstützten unsere Aktivitäten.

BZgA: Gab es Besonderheiten bei der Durchführung?
Flerus-Vickus: Es gab keine Besonderheiten, alles lief glatt und wir haben viele sozial schwache Familien mit kleinen Kindern in unserer Region erreicht. Dass die Vorsorgeuntersuchungen kostenlos sind, war einigen Müttern nicht mehr bekannt. Hier konnten wir aufklären und sie für die Gesundheitsuntersuchungen bei ihren Kindern sensibilisieren.

BZgA: Haben Sie Tipps für interessierte Kindergärten, die sich an der Aktion beteiligen möchten?
Flerus-Vickus: In Hessen sind die Früherkennungsuntersuchungen nun verpflichtend. Wie diese Verpflichtung umgesetzt wird, ist noch nicht klar. Jedoch gilt für uns: Wir machen weiter mit bei der BZgA-Aktion „Ich geh zur U! Und Du?“. Sie kommt ohne drohenden Zeigefinger aus und setzt auf Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit. Das möchten wir auch, weil wir es für die bessere Lösung halten.

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BZgA, Köln

O-Töne

Es war ein neues Erfahrungsfeld, gemeinsam mit allen Eltern, Kindern und Kollegen Aufklärungsarbeit zu leisten. ... Auch unsere Kinder haben sich beteiligt. Gesunderhaltung spiegelt sich bei ihnen in den selbst gemalten Bildern über Spiel, Sport und Freizeit wider.

Leiterin einer Integrativen Kindertagesstätte in Leipzig

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