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„Ich geh zur U! Und Du?“ ist bei uns kein Strohfeuer Nachhaltigkeit ist im Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises ganz wichtig.  Interview am 18. August 2008.

Getreu der Devise „Klein anfangen und stetig weitermachen“ koordiniert Walter Thiele seit 2006 die BZgA-Aktion „Ich geh zur U! Und Du?“ im Rheinisch-Bergischen Kreis.

BZgA: Wie haben Sie von der Aktion erfahren?
Thiele: Auf informellem Weg: Eine Kollegin aus Leverkusen hat mir davon berichtet. Ich bin sofort neugierig geworden und habe mich im Internet informiert.

BZgA: Was hat Sie dazu bewogen, mitzumachen?
Thiele: Im Vergleich zu anderen Gesundheitsprojekten ist die Aktion vor allem für die Erzieherinnen in den Einrichtungen überschaubar und einfach durchzuführen. Sie können die Eltern mit einfachen Mitteln gezielt ansprechen.

BZgA: Wie haben Sie die Kindergärten in Ihrer Region motiviert?
Thiele: Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es 180 Einrichtungen, die für die Aktion in Frage kommen. Und wir möchten eigentlich alle dabei haben, auch wenn das kaum machbar ist. Deshalb haben wir zunächst mit fünf Kindergärten und Kitas klein angefangen, um unsere Erfahrungen mit dem Ablauf der Aktion zu sammeln. Wir möchten alle Schritt für Schritt beteiligen. Dazu teilten wir den Landkreis in drei räumliche Einheiten auf. Die dazugehörigen Einrichtungen werden von uns turnusmäßig eingeladen. So kommt jeder Kindergarten, jede Kita oder jedes Familienzentrum alle anderthalb Jahre an die Reihe.Dieses Vorgehen kommt bei den Erzieherinnen sehr gut an: Das Thema Früherkennungsuntersuchung ist so immer mal wieder präsent; es ist kein Strohfeuer, sondern sie können sich nachhaltig dafür einsetzen.

BZgA: Gab es Besonderheiten bei der Durchführung?
Thiele: Es ist nur eine Kleinigkeit, die ich aber für sehr wichtig halte. Wenn sich ein Kindergarten zum ersten Mal beteiligt, besuche ich die Einrichtung in meiner Eigenschaft als Koordinator und führe ein persönliches Gespräch mit den Erzieherinnen. Das ist für alle Beteiligten sehr motivierend, ich bekomme viel mit und die Erzieherinnen haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Aktion zu besprechen.

BZgA: Haben Sie Tipps für interessierte Kindergärten, die sich an der Aktion beteiligen möchten?
Thiele: Ich würde eher klein anfangen und mit einem Probedurchlauf mit vier bis fünf Einrichtungen starten. Wichtig sind auch klare Vorgaben für die Kindergärten, je einfacher desto besser. Auch ein guter Zeitplan ist sinnvoll. Der Aufwand für die Materialabfrage und die Verteilung der T-Shirts wird manchmal unterschätzt.

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BZgA, Köln

O-Töne

Am wirkungsvollsten war die Aktion in den Kitas, in denen die Erzieherinnen mit allen Eltern einzeln gesprochen haben. Dort haben wir eine Teilnahmerate von 100% erreicht.

Eine Ärztin des ÖGD aus Duisburg

Materialbestellung

Die Aktion vor Ort

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